Download: Daten kommen zu Ihnen
Der Downloadwert beschreibt, wie schnell Testdaten von unserem Server bei Ihrem Browser angekommen sind. Angegeben wird die Rate in Megabit pro Sekunde, kurz Mbit/s. Mehr bedeutet hier: In derselben Zeit konnten mehr Daten übertragen werden.
Eine typische Verwechslung sind Megabit und Megabyte. Ein Byte besteht aus acht Bit. 800 Mbit/s entsprechen rein rechnerisch 100 Megabyte pro Sekunde. In der Praxis kommen Protokoll-Overhead und das Verhalten der konkreten Anwendung hinzu. Auch deshalb muss die Anzeige eines einzelnen Datei-Downloads nicht genauso aussehen wie das Ergebnis eines Speedtests.
Upload: Daten gehen von Ihnen ins Netz
Beim Upload sendet der Browser künstliche Testdaten an unseren Server. Ihre eigenen Fotos oder Dokumente werden dafür nicht angefasst. Vor der eigentlichen Messung wird der Uplink kurz kalibriert, damit sehr langsame und sehr schnelle Anschlüsse nicht mit derselben Blockgröße behandelt werden.
Während der zeitbasierten Messung zählt der vom Browser gemeldete Sendefortschritt bis zum festgelegten Messende. Mindestens ein kompletter Testblock muss zusätzlich vom Server bestätigt worden sein; andernfalls wird kein Uploadwert ausgegeben. So geht der letzte teilweise übertragene Block nicht systematisch verloren, ohne einen rein lokal gepufferten Fortschritt allein als gültige Messung zu akzeptieren.
Ping: Wie lange dauert eine Antwort?
Unser Ping ist eine HTTP-basierte Antwortzeit im Browser. Es ist kein klassischer ICMP-Ping, wie ihn ein Kommandozeilenprogramm erzeugen kann. Gemessen wird die Zeit für kleine Anfragen an unseren Messendpunkt. Darin stecken auch die Verarbeitung durch Browser und Server sowie der Netzweg.
Wir zeigen den Median mehrerer gültiger Proben an. Stark vereinfacht liegt die Hälfte der gemessenen Antworten darunter und die andere Hälfte darüber. Einzelne ungewöhnlich langsame Antworten dominieren diesen Wert daher weniger als einen einfachen Durchschnitt.
Ping unter Last: wenn gleichzeitig viel übertragen wird
Während Download und Upload laufen, fragt der Browser die Antwortzeiten weiter ab. Diese beiden Werte stehen getrennt im Ergebnis. Vergleichen Sie sie mit dem Ping im Leerlauf.
Ein deutlich höherer Wert unter Last zeigt, dass kleine Anfragen während dieser Übertragung länger brauchen. Das kann bei interaktiver Nutzung interessant sein. Wo genau die Verzögerung entsteht, ist damit noch nicht geklärt. Unser einzelner Server, das Heimnetz und der Netzweg gehören weiterhin zur Messung.
Jitter und p95: Wie stark streuen die Antworten?
Jitter meint in diesem Tool den mittleren absoluten Unterschied zwischen aufeinanderfolgenden HTTP-Latenzproben im Leerlauf. Andere Dienste können unter demselben Begriff eine andere Berechnung verwenden. Ein direkter Zahlenvergleich ist deshalb nur sinnvoll, wenn auch die Methodik passt.
Zusätzlich enthält der Datenexport den p95-Wert des Leerlaufs. Er beschreibt hier das interpolierte 95. Perzentil der vorhandenen Proben. Bei einer kleinen Stichprobe ist auch dieser Wert nur eine Orientierung und keine umfangreiche Langzeitstatistik.
Und was gilt nun als gut?
Das hängt von Ihrer Frage ab. Unser Tool ordnet eine Downloadrate ab 90 Prozent Ihrer freiwilligen Tarifangabe als „nahe an der Tarifangabe“ ein. Bei der Last-Latenz verwenden wir 40 ms Differenz zwischen Medianen als Orientierungsschwelle für einen deutlichen Anstieg. Das sind offengelegte Heuristiken des Tools – keine gesetzlichen Grenzwerte und keine Zusage für ein bestimmtes Spiel oder eine Anwendung.
Lesen Sie deshalb nicht nur die Zahl, sondern auch die Messhinweise. Ein sehr kurzer Test oder eine unvollständig überwachte Serverkapazität schränkt die Aussage ein. Einzelheiten stehen in unserer Methodik.